© Dalmatiner von der hohen Würde 2002 - 2026
Mocha ist ein ganz liebenswerter und vor allem ruhiger Vertreter seiner Rasse. Er ist sehr gelehrig, neugierig, lauffreudig,
leinenfreudig, hat keinen Jagdtrieb und versteht sich mit Katzen, Kleintieren und Kindern.
Er hat ein wohlproportioniertes Äußeres und einige sehr schöne Welpen gezeugt. Nichts destotrotz habe ich mich dazu
entschieden, ihn weit vor seinem regulären Zuchtende, kastrieren zu lassen .
Die einseitige und beids. Taubheit war mir in seinen Würfen zu hoch und einen Epileptiker hatte er auch gezeugt. So toll seine
Optik und sein Wesen auch sind: das war es mir nicht wert.
Als Kastrat ist Mocha auch wesentlich entspannter und rennt nicht mehr jedem Rock hinterher. Auch, wenn er dabei nicht
aufdringlich war, war er nur schwer davon abzuhalten anderen Hunden “guten Tag” zu sagen. Das änderte sich recht zügig
nachdem die Hormone auf ein Minimum sanken und er wurde zu einem richtig entspannten Hund.
Mittlerweile ist er 12 1/2 Jahre und an sich noch fit. Wäre da nicht das kleine Übel, dass sich im letzten Jahr entwickelt hat.
Mocha leidet unter einer Porzellangallenblase, ausgelöst durch eine chronische Cholezystitis.
Behandelbar ist eine Porzellangallenblase nicht. Man könnte die Gallenblase entfernen, was an dieser Stelle obligat ist, jedoch
ist Mocha kein junger Spund mehr und würde wahrscheinliche, postoperative Komplikationen, die nach solch einem Eingriff recht
häufig vorkommen, nicht überleben.
Die gesamte Zuchtfamilie “von der hohen Würde” ist wieder vereint
Dass der Tag einmal kommen würde, dass Mocha mich verlässt, war mir natürlich bewusst. Ich hoffte jedoch, dieser Tag würde noch weit
entfernt sein. Auf Grund seiner diagnostizierten Erkrankung Anfang 2024, rückte dieser Tag dann doch viel zu schnell näher. Im Herzen
immernoch die Hoffnung, dass die medizinische Behandlung, die Futterumstellung oder die Gaben von Mutter Natur Wirkung zeigen oder die
Tierärztin sich vielleicht doch geirrt hat.
08.08.2006 - 03.03.2020
16.10.2006 - 30.09.2015
08.12.2008 - 01.07.2021
29.06.2007 - 30.01.2023
01.04.2000 - 31.05.2008
02.11.2009 - 30.12.2020
12.06.2012 - 17.04.2025
Gina, Mila, Onya,
Schussel, Charly, Mocha, Nooki
Im letzten Jahr, besonders in den letzten 2 Monaten, baute er rapide ab. Aus dem Energiebündel wurde ein Häufchen Elend. Erbrechen und Durchfall waren unsere wöchentlichen bis
täglichen Begleiter. Als ich am 14.04.2025 bei meiner Tierärztin anrief um für den 17.04.2025 einen Termin für Tag X zu vereinbaren, war es der schwerste Anruf meines Lebens. Nicht
so wie bei Nooki oder Charly, sondern wirklich schwer im Herzen. Egoismus und Angst fühlte ich aufsteigen. Egoismus und Angst, nach 25 Jahren plötzlich ohne Hund dazustehen.
Trotz meiner Familie alleine dazustehen. Wie fühlt es sich an, so ganz ohne Vierbeiner, ohne Bellen, ohne Jaulen, ohne die Schlabbergeräusche beim Fressen, ohne die
Ausgelassenheit und Freude in den Augen des Hundes beim Gassi zu sehen.
Es fühlt sich schrecklich an. Es ist so still, trotz zweier Kinder. Sein Hundebett ist weg, sein Lieblingsplatz unter der Treppe leer. Und das Schlimmste: meine ganze Zucht gestorben.
Alles was ich mir in 25 Jahren aufgebaut habe: weg.
Und dann gibt es wirklich Züchter da draußen, die sich darüber freuen, dass meine Zucht gestorben ist. Die in sich hinein schmunzeln. Züchter, die einem nicht die Butter auf dem Brot
gönnen. Züchter, die einem das Leben schwer machen wollen, weil sie sich für etwas besseres halten. Aber diesen Leuten sage ich: freut Euch nicht zu früh. Mein Zwingername ist
noch lange nicht ausgestorben.